Bent Beck´s Kurzhaar-Collies

Der Anfang war vor mehr als 25 Jahren. Damals beschlossen mein Mann und ich, unsere Kinder MIT Hund aufwachsen zu lassen, uns als Eltern war dies leider nicht vergönnt...

Ein Collie sollte es damals bereits sein, oder zumindest etwas Ähnliches. Sein liebenswürdiges, sensibles Wesen, die Gestalt, die elegante Art, sich zu bewegen, hatten uns fasziniert. Aber: Das viele, lange und dicke Fell... Wir liebäugelten damals schon sehr mit einem Kurzhaarcollie, wie er im Hunde-Lexikon beschrieben und abgebildet war, aber Anfang der 80iger Jahre in der ehemaligen DDR sahen wir keine Möglichkeit, einen Hund so seltener Rasse aus dem „kapitalistischen Ausland“ zu bekommen.

Also schlossen wir einen Kompromiss: Es wurde ein Sheltie. Zwar auch mit langem Fell, aber wenigstens klein und handlich. Es war eine tolle Zeit mit „Esta von Tanneneck“. Unsere Kinder sind schon lange erwachsen, aber sie erinnern sich heute noch gern an unsere Abenteuer mit Hund.

 

Esta von Tanneneck

Heute sind wir der Elternzeit zwar entwachsen, aber als wir im Jahr 2000 in ein Haus mit Garten ziehen konnten, beschlossen wir, endlich unseren alten Kurzhaarcollie-Traum zu verwirklichen. Sehr zur Freude unserer nun erwachsenen Kinder, die seitdem jede freie Zeit nutzen, uns (oder vielleicht nur die Hunde???) zu besuchen...

 

Ein Hund in der Familie ist schon eine tolle Sache, wenn man sein „Anderssein“ akzeptiert, ihn als Wesen mit anderen Bedürfnissen, Denk- und Verhaltensstrukturen ernst nimmt.

Richtig spannend wird es aber erst, wenn man zwei oder mehrere Hunde hat, die ein funktionierendes Rudel bilden. Nirgendwo sonst kann man so viel über ihr Verhalten lernen und ihr Wesen verstehen!

 

Von Beruf Biologin, interessiere ich mich seit meiner Kindheit für Verhaltensbiologie. In einem Alter, in dem heute normalerweise bestimmte Zaubermärchen konsumiert werden, "verschlang" ich Bücher von Konrad Lorenz... Seit dem hat mich das Thema nicht mehr losgelassen und ist faszinierendes Hobby geworden.

Wir sind allein der Hunde wegen ins „Grüne“, weit von der Stadt weg (und damit auch von der Arbeitsstelle) gezogen, nehmen gern längere Fahrtwege in Kauf. 

Wir lieben sie so wie sie sind: Als richtige Hunde, haben gelernt, wie sie "ticken" und was sie für ein gesundes Leben brauchen. Wir lernen - ohne je aufzuhören -  wie diese Wesen miteinander und mit uns Menschen kommunizieren. Und wie wir Menschen mit ihnen kommunizieren, sie beeinflussen und erziehen können (und umgekehrt natürlich auch ;o)).

Ist das nicht eine ganz wunderbare Sache ?